Die Selbsthilfegruppe Durom-Metasul-LDH-Hüftprothesen e.V.

Nachdem 2009 bekannt geworden war, dass allein im Loretto-Krankenhaus in Freiburg über 1.000 Durom-Metasul-LDH-Hüftprothesen der Firma Zimmer-Biomet implantiert worden waren und es sich bei den gesundheitlichen Problemen der Betroffenen in der Folge nicht um Einzelfälle handelte, gründeten Betroffene im März 2010 die Selbsthilfegruppe Durom-Metasul-LDH-Hüftprothesen als Verein. Er ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt, von der Körperschafts- und Gewerbesteuer befreit und kann Spendenbescheinigungen ausstellen. Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt  EUR 15.- und wird im ersten Quartal eines jeden Jahres abgebucht. Spenden sind jeder Zeit willkommen.

Spenden:
IBAN DE54 6809 2000 0013 5442 04;
BIC GENODE61EMM

Das Durom-Metasul-LDH-Hüftprothesenmodell der Firma Zimmer-Biomet verursacht bei vielen Patienten nekrotisches (abgestorbenes) Gewebe, Osteolyse und Metallose (eine Art Knochenkrebs). Bei Feststellung dieser Folgen ist eine Re-Operation dringend angeraten. Inzwischen liegt die Revisionsrate im Lorettokrankenhaus bei über 35%.


Vorstand


Der Vorstand wird alle zwei Jahre von den Mitgliedern im Rahmen einer Mitgliederversammlung gewählt. Er besteht aus vier Personen:

  • dem 1. Vorsitzenden
  • dem 2. Vorsitzenden
  • dem Kassierer
  • dem Schriftführer.

Ergänzt wird der Vorstand durch Beraterinnen und Berater für bestimmte Aufgaben, die bei Bedarf vom Vorstand benannt und von den Mitgliedern in der Mitgliederversammlung bestätigt werden. Gegenwärtig (seit 2018) gibt es vier beratende Vorstandsmitglieder für folgende Aufgabenbereiche:

  • Technik und Mechanik
  • Sorgentelefon
  • Recherche und Informationsbeschaffung
  • Behörden

Die Mitgliederversammlung 2021 hat laut Satzung den Vorstand neu zu wählen. Mit Manfred Mamber und Thomas Berthold haben zwei bewährte Vorstandsmitglieder bereits seit längerem signalisiert, dass sie ihre Aufgaben im Vorstand nicht mehr in der bisherigen Intensität fortsetzen können. Dies bedauern wir außerordentlich und danken Manfred und Thomas ganz herzlich für ihr Engagement, ihre Kraft, Zeit und Energie, die sie für den Verein eingesetzt haben. Sie waren treibende Kräfte für die Entwicklung des Vorstandsteams zu einer schlagkräftigen Truppe, die nach inzwischen über 10 Jahren auf einige Erfolge im Kampf gegen Zimmer zurückblicken kann. Sobald eine Mitgliederversammlung stattfinden kann, stellt sich der kommissarische Vorstand den Mitgliedern zur Wahl.

Bis zur Neuwahl des Vorstands werden die Aufgaben ab 15.02.2021 wie folgt verteilt:

  • 1.Vorsitzender

     

    Hanspeter Hauke

    Gründungsmitglied und zuständig für:

    • Strategische Fragen
    • juristische Fragen
    • Grundsatzfragen
    • Homepage
    • Netzwerk
    • Medien
  • 2. Vorsitzender

    Till Abele

    Gründungsmitglied und zuständig für:

    • Mitgliederverwaltung
    • medizinische Fragen
    • Veranstaltungen
    • Organisation
     

    2. Vorsitzender

  • Kassierer

     

    Jürgen Thoma

    Im Vorstand seit 2021 und zuständig für:

    Physikalische Zusammenhänge
    Mechanik der Prothesen
    Material der Prothesen
    Ursachenforschung
    Technische Fragen

  • Protokollführer

    Dr. Peter Steinkamp

    Im Vorstand seit 2018 und zuständig für:

    • Forschungseinrichtungen
    • Informationsbeschaffung
    • Kontakt zu Behörden
    • Recherchen
     

    Protokollführer

  • Berater des Vorstands

     

    Thomas Berthold

    Gründungsmitglied und zuständig für:

    • Prothesenmodelle
    • technische Fragen
    • Materialkunde
    • Gutachten
  • Beraterin des Vorstands

    Rita Fackler

    Gründungsmitglied und zuständig für:

    • Patientenbetreuung
    • Anfragen
     

    Beraterin des Vorstands

  • Beraterin des Vorstands

     

    Adrienne van Driem

    Gründungsmitglied und zuständig für:

    • Patientenbetreuung
    • Anfragen
  • Berater des Vorstands

    Hartmut Tiemann

    Zuständig für allgemeine Fragen

     

    Berater des Vorstands

Initiativen


Ziel der SHG ist, neben der Beratung und Unterstützung von Betroffenen, das Thema Patientensicherheit am Beispiel der Erfahrungen mit dem fehlerhaften Durom-Metsul-LDH-Hüftprothesenmodell der Firma Zimmer-Biomet ins Bewusstsein der Öffentlichkeit und der politischen Entscheidungsträgern zu rücken. Problematisch aus Patientensicht ist sowohl das Zulassungsverfahren von Medizinprodukten in Europa, die enge Zusammenarbeit  zwischen Herstellern und Ärzten/Krankenhäusern, bei welcher Patientenschutz eine untergeordnete Rolle spielt, sowie die ungenügende Kontrolle die zuständigen Landebehörden, wenn Probleme mit Medizinprodukten bekannt werden. Kritisiert wird von der SHG auch das Fehlen eines unabhängigen, zentralen Prothesenregisters in Deutschland so wie es im angelsächsischen Raum, Australien oder den nordischen Ländern seit langem selbstverständlich ist.

Die SHG ist beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, beim Bundesvorstand der AOK-Krankenkassen, bei den privaten und gesetzlichen Krankenkassen bei Bundestags- und Landtagsabgeordneten vorstellig geworden, um am Beispiel der Erfahrungen mit der fehlerhaften Durom-Prothese von Zimmer-Biomet auf grundsätzliche, systemimmanente Mängel hinzuweisen und für die betroffenen Hüftpatienten konkrete Hilfe zu fordern.

In Zusammenarbeit mit einer großen Anwaltskanzlei in Chicago versuchte die SHG eine Sammelklage für Patienten aus Deutschland einzureichen. Leider wurde die Klage vom amerikanischen Gericht abgewiesen, da die Kläger ihrem Wohnsitz nicht in Amerika hätten.

Mit Unterstützung der Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle richtete die SHG eine Anfrage an die Landesregierung von Baden-Württemberg nach dem Patientenschutz im Lande. Die Antwort der Landeregierung ging auf die konkreten Fragen nicht ein, sondern verschanzte sich hinter allgemeinen Formulierungen und unverbindlichen Zitaten aus Vorschriften und Vorgaben.

In groß angelegten Umfragen unter Betroffenen erhebt die SHG Daten zu Befindlichkeit und Gesundheitszustand betroffener Patientinnen und Patienten. Die Ergebnisse werden in Patientenveranstaltungen vorgestellt und auf dieser Homepage veröffentlicht.

In einer bundesweiten Aktion in Zusammenarbeit mit verschiedenen Selbsthilfegruppen suchte die SHG mit Flyern und Zeitungsanzeigen nach weiteren, von der Durom-Prothese der Firma Zimmer-Biomet Betroffenen.

In mehreren persönlichen Gesprächen mit der damaligen Sozialministerin von Baden-Württemberg wurde auf die Untätigkeit des RP hingewiesen und an Hand entsprechender Unterlagen eindringlich um Abhilfe gebeten.

Mit change.org startete die SHG eine online Petition gegen die Untätigkeit des Regierungspräsidiums Freiburg.


Veranstaltungen


Die SHG veranstaltet regelmäßig Informationstreffen für Patientinnen und Patienten. Die Themen ergeben sich aus der aktuellen Arbeit des Vorstands, Anregungen der Mitglieder und Entwicklungen bei den gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem Hersteller. Weitere Informationen findet man auf der Veranstaltungsseite


Flyer



Satzung