MRT Untersuchungen bei Metallprothesen

Sehr geehrter Herr Hauke,

Im Januar wurde mir eine Gelenkpfannenhalterung eingebaut, nachdem die Kappenprothese von 2011 ausgebaut worden war ( 2014) und die dann eingebaute Pfanne nicht richtig positioniert worden war, also Probleme machte. Ich habe den Arzt dann nach dem Material der Halterung gefragt, er meinte sie sei aus Implantatstahl. Auf meine Frage nach künftigen MRT Untersuchungen (anderer Organe) fand er diese einmal für nicht mehr möglich, dann wieder doch möglich. Daraufhin schrieb ich die Herstellerfirma an, die mir folgende Antwort schickte, die vielleicht interessant sein könnte:

Mit freundlichem Gruß

Ulrike K.

Antwort des Herstellers:

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Wie viel sind Schmerzen wert?

Bei der Bemessung  von Schmerzensgeld vor Gerichten stellt sich regelmäßig die Frage, wie viel die Schmerzen des Patienten in EURO wert sind in Deutschland. Aus Amerika hört man immer wieder, dass Patienten nach einem erfolgreichen Gerichtsverfahren gegen Hersteller von Medizinprodukten Schmerzensgeld viele Millionen zugesprochen bekommen.  Patienten-Millionäre sind in Deutschland bis heute keine bekannt geworden. Deutsche Gerichte orientieren sich an den seit Jahrzehnten nahezu unveränderten Summen, welche die immens gestiegenen Gewinne  und die finanzielle Potenz der Hersteller unberücksichtigt lassen. Beträge von einigen tausend Euro für eine fehlerhafte Hüftprothese beispielsweise zahlen Weltmarktführer wie DePuy oder Zimmer aus der Portokasse. Einen Anreiz, neue Produkte umfassend und aufwändig vor Markteinführung zu testen, stellen sie nicht dar. Die Selbsthilfegruppe Durom-Metasul-LDH-Hüftprothesen fordert deshalb seit Jahren, Patienten in Verfahren gegen Hersteller solche Summen zuzusprechen, die eine abschreckende Wirkung haben. Weiterlesen

Arthrose – Ursache vieler Hüft-TEPs

Mit dem Thema “Arthrose – Ursache vieler Hüft-TEPs” beschäftigt sich Ernst Michael Müller, 1964 geboren, verheiratet, vier Kinder, aus eigener Betroffenheit seit vielen Jahren. Eigentlich ist er Dipl.-Ing. der Luft- und Raumfahrt und kein Arzt oder Heilpraktiker. Er hat auch keine medizinische Ausbildung. Doch durch eigene leidvolle, mehr als 30 Jahre dauernde Erfahrungen mit Arthrose ist er als Betroffener den Ursachen seiner Erkrankung auf den Grund gegangen. Inzwischen ist er ein kompetenter und gefragter Ansprechpartner für Präventive Ernährungsberatung sowie API-Ernährung und Phytoernährung. Seine Erkenntnisse stellen wir hier vor, um Betroffenen und Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich eine eigene Meinung zu bilden und über eventuelle  Schlussfolgerungen zu entscheiden.

Die Ergebnisse seiner Erfahrungen und Erkenntnisse hat Ernst Michael Müller in einer umfangreichen Powerpoint Präsentation aufbereitet, die er der Durom-Selbsthilfegruppe großzügiger Weise zur Verfügung gestellt hat. Eine gekürzte Version von Ernst Michael Müller’s Powerpoint kann am Ende des Beitrags aufgerufen werden.

Müller unterscheidet im “Rheumatischen Formenkreis”, wie er es nennt, vier Erkrankungen:

  • Arthrose, verursacht durch Nährstoff-, Bewegungsmangel, Übersäuerung, Gifte
  • Arthritis, verursacht durch Infektionen, Pilze, Bakterien
  • Rheuma als eine autoimmun Erkrankung, ausgelöst möglicherweise durch Gifte
  • Gicht, verursacht durch tierische Eiweisse, Purinstoffwechsel, Harnsäure, Niereninsuffizienz

    Ist Arthrose heilbar durch gesunde Ernährung?

Müller vertritt die Auffassung, dass Arthrose durch eine radikale und grundlegende Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten heilbar ist. Doch dies gelinge nur bei langjähriger Geduld und Konsequenz. Konkret fordert er in einem ersten Schritt, auf basische Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Antioxidantien umzustellen, das Rauchen aufzugeben, die Reduktion von tierischem Eiweiß sowie den Verzicht auf Schweinefleisch. In einem zweiten Schritt empfiehlt er eine Entgiftung mit Kukuma und Propolis. Als Sport sollten nur gelenkschonende Ausdauersportarten wie Wandern, Nordic Walking oder Schwimmen in Betracht gezogen werden.

Gekürzte Version: hier klicken

Bei Interesse an der gesamten, 85 Folien umfassenden Powerpoint Präsentation von Ernst Michael Müller wenden Sie sich an die SHG: hauke@durom-hueftprobleme.de

 

Kommentare (Meine Rechte)

Wollen Patienten, die von einem fehlerhaften Medizinprodukt betroffen sind, ihre Rechte gerichtlich einklagen, treffen sie oft auf unüberwindliche Schwierigkeiten. Auf der Seite “Meine Rechte” können Betroffene ihre Erfahrungen austauschen, diskutieren und sich gegenseitig unterstützen.

Kommentare (Medizinprodukte)

Kommentare (Verein)

Kommentare (Patientenschutz)

Auf den Kommentarseiten “Patientenschutz” können sich Betroffene zu Themen rund um den Patientenschutz austauschen. Hier einige Stichworte:

  • Ausleitung
  • Blutwerte
  • Metallabrieb
  • Schmerzen

Veranstaltung für Patienten: Klagen gegen Zimmer Biomet. Stand der Gerichtsverfahren

 

Veranstaltung der Selbsthilfegruppe zum Thema:

Klagen gegen Zimmer Biomet: Was bisher erreicht wurde.
Aktuelle Zwischenergebnisse der gerichtlichen Verfahren

am Dienstag, 05.06.2018
um 18:00 Uhr
Gasthaus „Schützen“, Schützenallee 12
in 79102 Freiburg i.Br.

 

Referent: Dr. Dirk Liebold, Fachanwalt für Medizinrecht

Viele von einer Durom-Metasul-LDH-Hüftprothese Betroffene leiden nicht nur unter den gesundheitlichen Folgen, sondern auch unter einem Gefühl der Machtlosigkeit und Ungerechtigkeit. Anders als in den USA muss in Deutschland jeder einzelne gegen den Hersteller Zimmer Biomet klagen und nachweisen, dass seine gesundheitlichen Probleme von dessen fehlerhaften Prothesen verursacht wurden und werden. Das ist mit erheblichen finanziellen und persönlichen Risiken verbunden, die nicht alle Betroffene eingehen können.

Am 17.5. und 18.5. fanden nun weitere Verhandlungen gegen Zimmer Biomet vor dem Landgericht Freiburg statt. Befragt wurden vom Vorsitzenden Richter die Gutachter Prof. Kretzer und Prof. Mittelmeier, die ihre jeweiligen Gutachten zur Durom-Metasul-LDH-Hüftprothese erläuterten. Auch in vorangegangenen Verhandlungen waren verschiedene Gutachter zu Wort gekommen. Erstinstanzliche Urteile liegen vor, gegen die jedoch Rechtsmittel eingelegt wurden und die somit noch nicht rechtskräftig sind.

Die Fachanwälte für Medizinrecht Dr. Liebold und Dr. Berst aus der Kanzlei „lübbert rechtsanwälte“ vertreten eine Vielzahl von betroffenen Patienten. Sie führen auch die Klage eines Patienten, die am 17. und 18. Mai verhandelt wurde. Hierüber und über den aktuellen Stand der gerichtlichen Auseinandersetzungen wird berichtet. Im Anschluss besteht Gelegenheit, zur Diskussion und Fragen zu stellen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Hanspeter Hauke
Vorsitzender Selbsthilfegruppe Durom-Metasul-LDH-Hüftprothesen e.V.

 

Allgemeine Informationen vor einer Hüft-TEP Operation

Wenn die Hüfte immer mehr schmerzt, die Beweglichkeit zunehmend eingeschränkt ist und das Laufen nur noch mit Mühe möglich ist, raten Ärzte in der Regel zu einer Hüft TEP Operation. Bei dieser wird die schadhafte und Schmerzen verursachende Hüfte ersetzt durch eine künstliche Hüfte aus Keramik, Metall, Porzellan  oder eine Kombination der genannten. Bei einer Hüft-TEP, also eine Hüft-Endoprothesenoperation,  wird der Kopf des Oberschenkelhalsknochens abgeschnitten. In die Öffnung wird dann ein in der Regel aus Metallschaft aus einer Chrom-Kobalt-Titanlegierung eingetrieben. Bei zementfreien Hüft-TEPs wird der künstliche Schaft so weit in den Oberschenkelhalsknochen eingetrieben, bis er fest verkantet ist und oben am Schaftende ein Konus aus dem Oberschenkelhalsknochen heraus schaut. Die Knochenpfanne im Becken wird ausgelasert und der Form der künstlichen Pfanne, die in die entstandene Mulde im Becken eingepresst wird (Pressfit), angepasst. Auf den Oberschenkelhalsknochen wird dann der Kugelkopf aufgesetzt, der in die neue künstliche Pfanne angepasst ist. Zwischen Kugelkopf und Schaft wird bei einigen Modellen eine Zwischenstück eingesetzt, ein sogenannter Konus, der in unterschiedliche Längen zur Verfügung steht, und somit zum Ausgleich der Beinlänge dient und sicher stellen soll, dass auch nach der Hüft-TEP beide Beine gleich lang sind.

Die Hüft-TEP-Operation im Trickfilm erklärt: Hier klicken
Eine genaue Beschreibung der Hüfte und ihrer Teile sowie weitergehende Informationen erhalten Sie, wenn Sie hier klicken.

Um das Risiko, eine nicht funktionierende Prothese zu erhalten, möglichst gering zu halten, sollten Sie vor der Operation mit dem Operateur folgende Fragen klären
  • Welches Prothesenmodell von welchem Hersteller soll implantiert werden?
  • Aus welchem Material ist die Prothese?
  • Wie lange ist das Prothesenmodell bereits auf dem Markt?
  • Wie hoch ist die aktuelle Versagensquote bei diesem Modell?
  • Wie lange ist die durchschnittliche Standzeit des Modells im Körper?
  • Besteht bei Ihnen eine Materialallergie bzw. eine Allergie gegen das Material der Prothese?
  • Neu Entwicklungen und „Innovationen“ auf Tests und Funktionsprüfungen kritisch hinterfragen, eher auf bewährte Modelle vertrauen.
  • Wie oft hat ihr Operateur das vorgeschlagene Modell bereits implantiert?
  • Wie viele Re-Operationen hat der Operateur bisher bei dem vorgeschlagenen Modell durchgeführt?

Welchem Prothesenmodell kann man noch trauen?

Immer mehr Patientinnen und Patienten sind nach den Veröffentlichungen über fehlerhafte Prothesen verunsichert, wenn ihnen vom behandelnden Arzt eine Hüft-TEP (Hüftendoprothesenoperation) empfohlen wird. Welcher Prothese kann man noch trauen? Welches Prothesenmodell ist das richtige für mich?

Eine Empfehlung erreicht uns von Dr. Semlitsch, der während seiner Berufszeit mit der Entwicklung von Hüftprothesen befassst war:

“… empfehlen Sie für Revisionsoperationen von Hüftpatienten die seit 30 Jahren millionenfach bewährte ZWEYMUELLER ALLOCLASSIC SL/VARIALL mit Titanschraubpfanne mit Aluminiumoxidkeramik Einsatz und dazupassender Keramikkugel auf dem zementlos zu verankernden Titanlegierungsschaft. Erfolgsrate nach 20-jähriger Implantation 95+ %.”

Da wir immer wieder von verunsicherten Patienten, bei denen eine Hüftoperation oder eine Revisions-Operation ansteht, angesprochen werden, welcher Hüftprothese man denn nun noch vertrauen könne, möchten wir die Empfehlung von Dr. Semltisch als Anregung weitergeben. Informieren Sie sich jedoch gezielt bei Ihrem Operateur über das bei Ihnen zu implantierende Prothesenmodell. Sammeln Sie möglichst viele Informationen darüber. Holen Sie verschiedene Meinungen ein. Recherchieren Sie in der Fachliteratur und im Internet. Und hinterfragen Sie den Vorschlag Ihres Operateurs wohlwollend kritisch.

Der Empfehlung von Dr. Semlitsch darf selbstverständlich nicht unkritisch gefolgt werden. Jeder einzelne muss zusammen mit seinem Arzt/seinen Ärzten die für ihn optimale Lösung finden.

Allgemeine Informationen

Ziel von Arzt und Patient ist natürlich, nach der Operation eine möglichst lange Standzeit der künstlichen Prothese im Körper ohne Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu erreichen. Voraussetzung hierfür ist eine einwandfreie und bewährte Prothese, welche bereits seit vielen Jahren im Einsatz ist und mit der gute Erfahrungen gemacht wurden.

Nach heutigen Erkenntnissen sind nach zehn Jahren etwa 95 % der üblicherweise eingesetzten Prothesen iimmer noch problemlos im Körper des Patienten. Etwa 85 % der Hüftprothesen halten länger als 20 Jahre. Grund für Revisionen, also einem Austausch der Prothese, ist oft Lockerung der Prothese durch übermäßige Belastung oder Knochenschwund, erhöhter Abrieb, wie er bei fehlerhaften Prothesenmodellen vorkommen kann, oder nicht korrekter Einbau der Prothese durch den operierenden Arzt.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick.

Tabelle: Wahrscheinlichkeit, dass ein künstliches Hüftgelenk ausgetauscht werden muss
Alter bei Erstoperation Wahrscheinlichkeit bei Männern Wahrscheinlichkeit bei Frauen
50 Jahre 30 % 17 %
60 Jahre 17 % 17 %
70 Jahre 8 % 6 %
80 Jahre 2 bis 3 % 2 bis 3 %
Quelle: https://www.gesundheitsinformation.de/was-kann-ich-von-einem-gelenkersatz-erwarten.3277.de.html?part=behandlung-pv