Kein Patientenvorteil durch Roboter-OP

Eine große Studie (1) vergleicht Roboterchirurgie und herkömmliche Knie-OP.Der Roboter arbeitet präziser, bringt Patienten nach einem Jahr aber keinen erkennbaren Vorteil.  Roboter sollen Gelenkoperationen genauer machen. Das gelingt auch. Doch eine große Studie mit 339 Patienten zeigt: Nach einem Jahr geht es Patienten mit einer roboterunterstützt eingesetzten Knieprothese nicht besser als Patienten nach einer herkömmlichen Operation.

Für die Durom-SHG zeigt das: Technischer Fortschritt allein reicht nicht. Entscheidend sind nachgewiesener Patientennutzen, Sicherheit und verlässliche Langzeitdaten.

(1) www.thelancet.com Vol 408 September 5, 2026

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Durom-SHG fordert mehr Transparenz

Seit Jahren fordert die Durom-SHG mehr Transparenz. Denn wer durch ein fehlerhaftes Medizinprodukt geschädigt wird, steht vor einem kaum lösbaren Problem: Er muss den Fehler beweisen.

Doch die dafür notwendigen Informationen liegen beim Hersteller. Und Patienten haben keinen Zugang zu internen Untersuchungen, technischen Analysen, Reklamationen oder frühen Warnhinweisen. Trotzdem müssen sie vor Gericht nachweisen, dass das Produkt fehlerhaft ist und die gesundheitlichen Schäden verursacht hat. Das ist keine faire Ausgangslage. Deshalb braucht es klare Offenlegungspflichten und wirksame Beweiserleichterungen. Patienten verlangen keine Sonderrechte. Sie verlangen faire Chancen, um ihre Ansprüche vor Gericht durchsetzen zu können.

Denn bei der aktuellen Faktenlage ist der Nachweis, dass gesundheitliche Probleme und materielle Schäden vom fehlerhaften Medizinprodukt verursacht wurden, kaum möglich.

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Durom-SHG: Wir helfen

Auch heute erreichen die Durom-SHG immer wieder Schreiben von Durom-Patientinnen und -Patienten, die zunehmend unter gesundheitlichen Beschwerden leiden und einen Zusammenhang mit dem Metallabrieb ihrer Hüftprothese vermuten.

Viele der geschilderten Symptome sind uns seit Jahren bekannt. Mehrere Umfragen der Durom-SHG haben bereits früh deutliche Hinweise darauf ergeben, welche gesundheitlichen Probleme im Zusammenhang mit dem Metallabrieb der Durom-Metasul-LDH-Hüftprothese von Zimmer Biomet auftreten können.

Für die Betroffenen ist es wichtig, mit ihren Beschwerden ernst genommen zu werden. Niemand sollte mit seinen Fragen und Sorgen alleinbleiben. Erfahrungen anderer Durom-Patienten können dabei helfen, mögliche Zusammenhänge zu erkennen, gezielt ärztlichen Rat einzuholen und die nächsten Schritte zu überlegen.

Das folgende Schreiben steht beispielhaft für viele ähnliche Anfragen, die uns bis heute erreichen.

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Schmerzen wegen Durom-Hüftprothese

Lebenslange Schmerzen sind furchtbar. Manche Menschen kommen aber mit Schmerzen besser zurecht als andere. Das ist auch bei den Durom-Patienten der Fall. Viele leiden an den Folgen der fehlerhaften Durom-Metasul-LDH-Hüftprothese der Firma Zimmer Biomet. Doch nicht alle sind durch Schmerzen so eingeschränkt, dass sie ihren Alltag nicht mehr alleine bewerkstelligen können.

Warum ist das so? Die Stärke eines Schmerzes hängt nicht allein davon ab, was im Gelenk oder im umliegenden Gewebe passiert. Auch das Nervensystem, frühere Erfahrungen mit Schmerzen, Stress, Hormone und die persönliche Lebenssituation haben Einfluss darauf, wie Schmerzen wahrgenommen werden.

Das heißt allerdings nicht, dass Schmerzen „nur im Kopf“ entstehen. Schmerzen sind real. Gerade bei Patienten mit einer Durom-Hüftprothese ist es wichtig, zwischen der Ursache des Schmerzes und seiner individuellen Wahrnehmung zu unterscheiden.

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Giftiges Chrom und Kobalt im Blut

Bei Patientinnen und Patienten mit einer Durom-Hüftprothese können durch Metallabrieb erhöhte Chrom- und Kobaltwerte im Blut auftreten. Um den vergifteten Chrom- und Kobaltabrieb der Durom-Hüftprothese aus dem Körper zu bekommen, kann eine Ausleitungstherapie in Frage kommen. Die Behandlung sollte durch einen erfahrenen Facharzt erfolgen.

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Zimmer: Profit statt Verantwortung?

Viele Betroffene haben den Eindruck, dass bei der Entwicklung und Vermarktung bestimmter Hochrisikomedizinprodukte wirtschaftliche Interessen höher gewichtet wurden als die Patientensicherheit. Sie stützen diese Einschätzung auf eigene Erfahrungen und auf rechtskräftige Gerichtsentscheidungen. Aus ihrer Sicht konnten Hochrisikoprodukte ohne ausreichende klinische Absicherung auf den Markt gelangen und Patienten implantiert werden. Auch die Überwachung nach der Markteinführung ist nach den Erfahrungen der Durom-SHG unzureichend.

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Systematische Gefährdung von Patienten

Die Durom-SHG bei Europaabgeordneten Vivien Costanzo

Engagiert trugen Vertreter des Durom Vereins „Sicherheit bei Medizinprodukten e.V.“ ihr Anliegen im Europaparlament vor.

Tödliche Herzschrittmacher, vergiftete Brustimplantate oder krebserregende Hüftprothesen beweisen: in Deutschland und Europa werden Medizinprodukte zugelassen, die Menschen massiv gefährden und sogar lebensbedrohend sein können.

Seit Jahren kämpft der 2010 gegründete Verein „Durom – Sicherheit bei Medizinprodukten“ für konsequente Kontrollen bei der Zulassung von Medizinprodukten. Selbst betroffen von der krebserregenden Durom-Hüftprothese hat der Verein nach über 12 Jahren vor Gericht erreicht, dass der Hersteller betroffenen Patienten Schmerzensgeld von über 1,5 Millionen Euro zahlen muss. „Nur weil es gelungen ist, uns intensiv in die Thematik einzuarbeiten und wir mit Glück kompetente Unterstützung gewinnen konnten, haben wir uns vor Gericht durchgesetzt“, so Hanspeter Hauke, Gründer und Vorsitzender des eingetragenen Vereins.

Hohe Hürden für Patienten

Doch nur wenigen Patienten gelingt es, sich so erfolgreich gegen die großen Player der Medizinprodukteindustrie durchzusetzen. Zu hoch sind die Hürden für Patienten vor Gericht, zu langwierig und nervenaufreibend die Verfahren, zu eiskalt und menschenverachtend oft die Strategie der Hersteller und ihrer Anwälte.

Fehlerhafte Produkte keine Seltenheit

Durom-Vorstand mit Marcus Schneider, Christina Bonnkirch, Hanspeter Hauke

Fehlerhafte Medizinprodukte kommen immer wieder auf den Markt. Denn Hersteller können vorhandene Kontrollen oft ohne Probleme umgehen. Oder aber die Kontrollen erweisen sich als unwirksam. Die Gefahr, ein Produkt implantiert zu bekommen, welches die Gesundheit gefährdet oder gar den Tod bringt, lauert immer und überall. Und oft sind auch Ärzte bei diesem Risiko-Spiel für die Gesundheit der Patienten involviert. Denn sie implantieren in gutem Glauben die nicht ausreichend getesteten Produkte in Patienten. Und aus den Rückmeldungen der Operateure ziehen die Hersteller dann bei Bedarf ihre Rückschlüsse. Ärzte, die ihre Erkenntnisse dem Hersteller zukommen lassen, werden oft entsprechend honoriert.

Unterstützung durch Vivien Costanzo

Die Europaabgeordnete Vivien Costanzo zeigte sich betroffen von den Berichten. Auch wenn Gesundheitsfragen nicht zu ihren Tätigkeitsbereichen beim Europaparlament gehören, kann sie mit ihren Kontakten und ihrem Insiderwissen weiterhelfen. Von ihr genannte Ansprechpartner werden nun vom Durom-Verein kontaktiert und um Unterstützung angefragt. Denn das Thema brennt Nicht-Betroffenen aktuell zwar nicht unter den Nägeln, kann jedoch früher oder später auf alle zukommen. Deshalb jetzt handeln, um später nicht gefährdet zu sein.

 

 

Mitgliederversammlung 2026

Neue Räumlichkeiten und ein anderer Wochentag mit früherer Uhrzeit wurden für die ordentliche Mitgliederversammlung 2026 vom Vorstand erprobt. Das Konzept klappte im Prinzip, doch die Rückmeldungen legen nahe, dass man eher wieder zur gewohnten Zeit an einem Dienstag gegen 17:00 Uhr und wenn möglich im Gasthaus Schützen zurückkehren sollte. Gleichwohl war es eine erfolgreiche Versammlung mit interessanten Beiträgen und konstruktiven Diskussionen. Im Folgenden nun das ausführliche Protokoll. Weiterlesen

Problematische Medizinprodukte

Problematische Medizinprodukte sind das Ergebnis systematischer Unzulänglichkeiten bei der Zulassung und Kontrolle. Mangelhaft kontrollierte Zulassungen führen zu hohen Fehlerquoten. Fehlerhafte Medizinprodukte führen zu teuren Nachbehandlungen auf Kosten der Versichertenund zu gesundheitlichen Schäden bei den Betroffenen. Und oft werden Bemühungen für mehr Patientensicherheit durch wirtschaftliche Interessen der Hersteller und Ärzte ausgehebelt.

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Profit auf Kosten der Patienten

Ökonomische Anreize drohen das zentrale Ziel der Medizin – das Wohl des Patienten – zu verdrängen.