Fragen vor einer Hüft-Operation

Wer unter Hüftschmerzen leidet, braucht viele Informationen, um über das weitere Vorgehen entscheiden zu können. Zu Beginn der Schmerzen, die sich von der Hüfte über die Leiste und über den Oberschenkel bis hinunter zum Knie ziehen können, kann mit Physiotherapie und regelmäßigen Übungen ein frühzeitiger Operationstermin hinausgezögert werden. Dabei sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass je besser der Halteapparat ausgebildet ist, je fitter man allgemein ist, der Heilungsprozess nach der OP  um so schneller voran schreitet und es leichter fällt, wieder in den Alltag zurück zu finden. Sind die Schmerzen unerträglich und helfen auch physiotherapeutische Maßnahmen und Gymnastik nicht mehr, erleichtern selbst Schmerzmittel nicht mehr, sollte ernsthaft an eine Hüft-TEP gedacht werden. Dabei gibt es keinen „richtigen“ Zeitpunkt für eine Operation. Zu langes Warten führt unter Umständen durch Vermeidungsbewegungen, mit denen man das schmerzhafte Hüftgelenk schont, bei der anderen Hüfte, der Wirbelsäule oder den Knien zu Schäden und Beeinträchtigungen.

Vor einer Entscheidung, in welcher Klinik, von welchem Arzt man sich operieren lässt, sollte man zwei oder gar drei unterschiedliche Möglichkeiten kennen gelernt haben. Ob eine Kappenprothese ausreicht, minimalinvasiv operiert werden soll, welches Prothesenmodell implantiert werden soll, all dies sind Fragen, mit denen man sich im Vorfeld befassen sollte. Und auch wenn das Vertrauen in den Operateur und die Klinik sehr wichtig ist, sollten man sich genau erklären lassen, warum welche Operationstechnik oder Prothesenmodell vorgeschlagen wird. Sehr skeptisch und kritisch sollte man bei Superlativen sein: der „neuesten Prothese“, der besten Methode, … Fragen sie nach bewährten Prothesenmodellen und Operationstechniken und hinterfragen sie gezielt, wenn Bewährtes durch Neues ersetzt werden soll.

NDR: Hüftschmerzen – Wann ist eine Prothese nötig?
Deutsches Arthroseforum

Metallabrieb

Mit Prothesen mit einer Metall-auf-Metall Gleitpaarung dachten die Ärzte, dDurom Metallprothese, die zu Metallabrieb führen kannen Stein der Weisen gefunden zu haben. Denn bei den lange Jahre verwendeten Materialien Polyethylen oder Keramik erwies sich das Material auf Dauer als zu weich.

Metall-auf-Metall-Prothesen wurden in den 1960-er Jahren erstmalig als Kappenprothesen und etwas später dann bei Hüft-TEP Operationen eingesetzt. Unabhängig vom Material werden bei einer Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) folgende Komponenten implantiert:

  • Hüftpfanne
  • Inlay
  • Hüftkopf
  • Hüftschaft

Bei neueren Prothesenmodellen kann zwischen Hüftkopf und Hüftschaft ein Konus eingefügt werden. Dieser liegt in der Regel in verschiedenen Größen vor. Durch das Vergrößern des Abstands zwischen Hüftkopf und Hüftschaft können eventuell entstehende Unterschiede bei der Beinlänge ausgeglichen werden.

Bereits kurz nachdem die ersten MoM-Prothesen implantiert worden waren, wurde eine erhöhte Versagensrate bei diesem Prothesentyp festgestellt. Der Verdacht fiel auf den entstehenden Metallabrieb, der anfangs als gering und vernachlässigbar eingeschätzt wurde. Im kurze Zeit stellt sich jedoch heraus, dass der Abrieb äußerst aggressiv das Knochen- und Gewebematerial um den Operationsbereich angreift.

Doch inzwischen scheint sich in der Fachwelt die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass der toxische Metallabrieb eine Weiterverwendung von MoM Prothesenmodelle verbietet. Doch Hersteller wie DePuy und Zimmer haben die Erkenntnisse bei ihren Hüftprothesenmodellen DePuy bzw. Durom-Metasul-LDH-Hüftprothesenmodellen nicht berücksichtigen

Weitere Informationen über giftigen Metallabrieb bei MoM-Hüftprothesen finden Sie weiter unten oder direkt hier: Metallabrieb bei Hüftprothesen

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    Metallabrieb gesundheitsschädlich

    Chrom- und Kobalt sind krebserregende Metalle. Sie entstehen bei Metall-auf-Metall Prothesen. Die Gesundheitsschäden werden von Ärzten immer noch unterschätzt.

    Durom Prothese Spitzenreiter bei Metallabrieb

    Eine Gruppe um P. A. Vendittoli hat vier verschiedene Typen vom Metall-auf-Metall-Großkopfprothesen auf ihre Freisetzung von Metallionen untersucht. In der ersten Veröffentlichung aus dem Jahre 2011 war das Durom Metasul LDH Hüft-Implantat der Firma Zimmer die Hüftprothese mit den höchsten Kobalt- und Titanionendurchschnittswerten. Diese Werte wurden 2 Jahre nach der Implantation in den Patienten ermittelt. […]

    MoM-Prothesen vergiften Patienten

    2005 gab es bereits Warnungen vor dem Abrieb der ASR-Hüftprothese. Dennoch brachte DePuy das Modell auf den Markt. Es schädigte tausende von Patienten,

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