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Firma Zimmer kannte die Gefahr

Über 1.000 Durom-Metasul-LDH-Hüftprothesen wurden Patienten und Patientinnen im Zeitraum von 2003 bis 2008 allein im Loretto Krankenhaus in Freiburg implantiert. Bereits kurz nach der Operation klagten Betroffene über Schmerzen und zunehmende Verschlechterung ihres Allgemeinzustandes. Bei ersten Untersuchungen im Krankenhaus wurde ihnen gesagt, das könne nicht von der Hüfte kommen. Die Prothese zeige auf dem Röntgenbild keinerlei Lockerungen. Da die Schmerzen sich bei den Betroffenen weiter verschlimmerten, hofften sie auf Hilfe bei anderen Ärzten und Kliniken. Doch auch hier die gleiche Antwort: das Röntgenbild sei unauffällig, die Prothese könne nicht Ursache der Schmerzen sein. Gezielt auf möglichen Abrieb durch die Durom Metall-auf-Metall-Hüftprothese angesprochen, wurden mögliche Probleme kategorisch ausgeschlossen. Der entstehende Abrieb sei so gering, dass er nicht festgestellt werden könne und vom Köper absorbiert würde. Die Empfehlung: machen Sie mehr Sport und kommen Sie in einem Jahr wieder. Dabei war die Gefährlichkeit der MoM Prothesen seit den 1969 Jahre bekannt.

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BHR/McMinn Kappenprothese

Am 3. Juni 2015 verschickte Smith & Nephew dringende Sicherheitsinformationen. Betroffen war das BIRMINGHAM HIP™
Resurfacing (BHR) System, Hersteller: Smith & Nephew Orthopaedics Ltd., Leamington Spa, Großbritannien. In einer Zusammenfassung der Gründe für die Sicherheitswarnung schreibt das Unternehmen:

  • Für Patienten weiblichen Geschlechts sollte das BHR-System künftig kontraindiziert sein.
  • BHR-Femurkopfkomponenten Ø 46 mm und kleiner und die dazugehörigen Acetabulumpfannen der entsprechenden Größen dürfen nicht länger verwendet werden und sind an Smith & Nephew zurückzusenden.
  • Für Patienten, die eine Femurkopfkomponente Ø 48 mm benötigen, besteht ein leicht erhöhtes Revisionsrisiko. Daher sollten diese Patienten nicht als Kandidaten für einen BHR-Oberflächenersatz infrage kommen.
  • Die Femurkopfkomponenten Ø 48 mm sollten ausschließlich in spezifischen Ausnahmesituationen implantiert werden, nämlich wenn bei der präoperativen Planung ein Kopfdurchmesser von 50 mm ermittelt wurde, die Messung während der Operation jedoch 48 mm ergibt, sodass intraoperativ auf eine kleinere Komponente umgestellt werden muss.

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