Mitgliederversammlung 2026

Neue Räumlichkeiten und ein anderer Wochentag mit früherer Uhrzeit wurden für die ordentliche Mitgliederversammlung 2026 vom Vorstand erprobt. Das Konzept klappte im Prinzip, doch die Rückmeldungen legen nahe, dass man eher wieder zur gewohnten Zeit an einem Dienstag gegen 17:00 Uhr und wenn möglich im Gasthaus Schützen zurückkehren sollte. Gleichwohl war es eine erfolgreiche Versammlung mit interessanten Beiträgen und konstruktiven Diskussionen. Im Folgenden nun das ausführliche Protokoll.

Protokoll der ordentlichen Mitgliederversammlung des Durom-Metasul-LDH-Hüftprothesen e. V.

Termin:         Donnerstag, 30. April 2026
Uhrzeit:         10:00 – 11:30 Uhr
Ort:                Caritas Freiburg, Heinrich-Hansjakob-Haus, Talstrasse 29, 79102 Freiburg

  1. Begrüßung und Eröffnung

Hanspeter Hauke begrüßt die Anwesenden herzlich. Die fristgerechte und ordnungsgemäß erfolgte Einladung wird festgestellt.

  1. Bericht des Vorstands

Hanspeter Hauke berichtet von den Aktivitäten des Vorstands seit der letzten Versammlung:

  • Für viele Patienten war das Thema „fehlerhafte Hüftprothese“ mit der Überweisung des Schmerzensgelds in Höhe von EUR 30.000.- abgeschlossen. Bedauerlicherweise wurde versäumt, dann auch die Mitgliedschaft im Verein zu kündigen. Deshalb wurden Mitgliedsbeiträge für 2026 abgebucht, die von den Kontoinhabern wieder storniert wurden. Dies verursachte Stornogebühren im hohen dreistelligen Bereich für den Verein.
  • Die Mitgliederzahlen haben sich, ausgelöst auch durch den Abschluss eines Teils der gerichtlichen Auseinandersetzungen gegen Zimmer Biomet, verringert. Gegenwärtig hat der Verein 117 Mitglieder.
  • Die fehlerhafte Durom-Hüftprothese konnte auf den Markt gebracht und in Patienten implantiert werden, weil das Zulassungsverfahren von Medizinprodukten in Deutschland und Europa nur mangelhafte Kontrolle der Produkte vor Markteinführung vorsieht. Der Verein wird sich, wie bereits in der Vergangenheit, weiterhin intensiv für eine Verbesserung der Sicherheit bei Medizinprodukten engagieren.
  • Auf Anfrage von den Anwesenden, was Personen geraten werden könne, die vor der Entscheidung zu einer Implantation stehen, verweist Hanspeter Hauke auf die Artikel zum Thema auf der Homepage des Vereins (https://durom-hueftprobleme.de/patientenschutz/information/entscheidungshilfe-vor-einer-hueft-operation).
  1. Entlastung Vorstand

Auf Antrag einer Anwesenden wird der Vorstand einstimmig entlastet.

  1. Bericht des Kassierers

Marcus Schneider berichtet von der Entwicklung der finanziellen Situation des Vereins. Er verweist auf die hohen Kosten durch Rückbuchungen und Stornierungen nach Einzug der Mitgliedsbeiträge. Ausgaben wurden darüber hinaus durch den Umzug der Homepage zu einem kostengünstigeren Provider und die deshalb erforderlichen Umstellungen getätigt. Insgesamt stellt sich der Kassenstand nach Auskunft des Kassierers jedoch als erfreulich dar.

  1. Bericht der Kassenprüfer

Martina Spahlinger berichtet, dass die Kasse geprüft wurde, alle Belege und Ausgaben korrekt dargestellt und nachvollziehbar waren und sie deshalb die Entlastung des Kassierers beantragt.

  1. Entlastung Kassierer

Dem Antrag auf Entlastung des Kassierers wurde einstimmig entsprochen.

  1. Aussprache

Eine Patientin berichtet über weiterhin hohe Chrom- und Kobaltwerte trotz einer Revisionsoperation. In der Diskussion wird als Ursache der erhöhten Werte ihre zweite Durom-Hüftprothese ausgemacht, die nicht mehr revidiert werden kann. Es erfolgen Hinweise auf verschiedene Ausleitungsverfahren wie die Chelat-Therapie (https://www.mvz-ganzimmun.de/chelattherapie/). Es wird darauf hingewiesen, dass keine Therapie Wunderheilung verspricht und mögliche Maßnahmen auf jeden Fall eng mit Ärzten abgestimmt werden sollten.

Siehe auch: https://durom-hueftprobleme.de/patientenschutz/metallabrieb/ausleitung-und-entgiftung

Eine weitere Klage betrifft persistierende Schmerzen auch nach einer erfolgten Re-Operation. Der Vorsitzende berichtet von einem sehr hilfreichen Aufenthalt in einer Schmerzklinik, in welcher die multimodale Schmerztherapie Anwendung fand.

  1. Verschiedenes:

  1. Der Verein wird künftig unter dem Namen „Durom – Sicherheit bei Medizinprodukten“ firmieren. Als Zusatz bleibt der seit 2012 gültige Slogan: „Gemeinsam sich selbst helfen“. Der offiziell im Vereinsregister eingetragene Vereinsname bleibt weiterhin gültig. Die breitere Aufstellung des Vereins wird von den Anwesenden begrüßt und unterstützt.
  2. Angesprochen aus dem Plenum wird die Frage diskutiert, wie das Thema „Sicherheit bei Medizinprodukten“ wieder mehr in die Öffentlichkeit gebracht werden kann. Einvernehmlich kommt man überein, dass der Vorstand die politischen Kontakte zu Verbraucherschützern, Abgeordneten, Multiplikatoren und Entscheidern, etc. weiter pflegen und weiter ausbauen soll. Für sinnvoll erachtet wird eine bundesweite Werbekampagne in den Medien, um das Thema medial zu hypen.
  3. Ein Mitglied stellt ihren kürzlich erhaltenen „Euro-WC-Schlüssel“ für Menschen mit Behinderungen vor. Dieser Schlüssel ermöglicht europaweit die kostenlose Benutzung und Öffnung öffentlicher Toiletten. Gegen eine Schutzgebühr in Höhe von EUR 28,90.- ist er für Menschen mit Behinderung erhältlich. Weitere Infos: https://shop.cbf-da.de
  4. Der Vorsitzende informiert über das Programm der im Anschluss an die Mitgliederversammlung stattfindende Fahrt zum Europaparlament in Straßburg und das geplante Gespräch mit einer Europaabgeordneten zum Thema „Sicherheit bei Medizinprodukten“.

Programm:

13:00 – 13:30 Uhr: Ankunft im Parlament und Sicherheitskontrolle

13:30 – 14:00 Uhr: Treffpunkt im Innenhof & Führung durch das Parlament

14:00 – 14:30 Uhr: Gespräch mit Vivien Costanzo

14:35 Uhr: Gemeinsames Foto

14:35 – 15:00: Besuchertribüne des Plenarsaals

15:00 – 15:30 Uhr: Abschluss und Begleitung zum Ausgang

Ausführlicher Bericht des Besuchs in Straßburg unter:

 

 

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