Alle Durom-Urteile gegen Zimmer

Die Durom-Urteile gegen Zimmer fielen bisher alle zu Gunsten der klagenden Patienten aus. Vom Landgericht Freiburg und inzwischen auchvom OLG Karlsruhe, Außenstelle Freiburg wurde der Hersteller der Durom-Metasul-LDH-Hüftprothese zur Zahlung von Schmerzensgeld und Schadensersatz verurteilt. Außerdem muss er für alle künftigen Kosten aufkommen. Gezahlt hat die Firma Zimmer den betroffenen Patienten jedoch bis heute keinen Cent. Ungeachtet eindeutiger Urteile bestreitet die Firma immer noch die Fehlerhaftigkeit ihres Durom-Prothesemodells. Nun  hat auch der BGH gegen Zimmer entschieden.

Die Kläger hatten vom Hersteller ihrer fehlerhaften Durom-Metasul-LDH-Hüftprothese Schadensersatz und Schmerzensgeld gefordert. Vor Gericht war dann in mehreren Gutachten die Fehlerhaftigkeit der Prothese festgestellt worden. Das Gerichte stellte in seinen Urteilen mehrfach fest, dass dem Hersteller zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens der Durom-Prothese die Gefahr durch Metallabrieb bekannt war oder hätte bekannt sein müssen. Die Einbauanleitung, die der Hersteller den operierenden Ärzten an die Hand gegeben hatte, sei nicht korrekt und fehlerhaft gewesen. Notwendige und mögliche Tests zur Vermeidung des eingetretenen Metallabrieb seien unterlassen worden, weshalb die Durom-Prothese nicht auf den Markt hätte gebracht werden dürfen, so das Gericht in seinen Urteilsbegründungen.

Trotz eindeutiger Urteile gegen die Herstellerfirma Zimmer hat sich diese bisher geweigert, Verantwortung für ihr fehlerhaftes Hüftprothesenmodell zu übernehmen. Bisher weigert sich Zimmer weiterhin, die Urteile zu akzeptieren und die Betroffenen zu entschädigen. Sie behauptet auch heute noch, dass ihr Prothesenmodell nicht fehlerhaft sei und quält die durch die Durom-Prothese gesundheitlich belasteten Patienten weiter durch Prozessverschleppungen.

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