Die Arroganz der Ärzte

Die Arroganz von Ärzten ist bekannt. Fast jeder hat mit dieser „Ärzteeigenschaft“ schon Bekanntschaft machen müssen. Egal, was man als Patient sagt, der Arzt weiß auch ohne dass er zuhört, was für einen das Beste ist. Für seine Diagnose braucht er keine Informationen des Patienten.

Patienten mit einer fehlerhaften Durom-Metasul-LDH-Hüftprothese von Zimmer Biomet oder einer ASR-Hüftprothese von DePuy litten nach ihrer Hüft-TEP unter zunehmend starken Schmerzen. Von Ärzten erhielten sie nach einem raschen Blick auf das frische Röntgenbild keine Hilfe. „Die Prothese sitzt einwandfrei, das Röntgenbild ist unauffällig. Die Schmerzen kommen nicht von der Prothese“, lautete die Diagnose. Dass sich Knochenkrebs entwickelt hatte und Gewebe abgestorben war, war auf dem Röntgenbild nicht zu erkennen. Dass durch einen Metall-auf-Metall-Großkopfprothese Chrom- und Kobaltabrieb entstehen kann, war den Ärzten bekannt. Doch sie unterschätzten und ignorierten die Gefahr. Und sie hielten die Patienten für Simulanten und empfahlen mehr Bewegung und Sport und weniger Wehleidigkeit.

Der Abrieb verschwindet nicht einfach

Auch nach dem Ausbau einer fehlerhaften Durom- oder ASR-Prothese verbleibt jede Menge Metallabrieb im Körper. Chrom und Kobalt sind aggressive und krebserregende Gìfte. Die körpereigene Abwehr bekämpft den als Bedrohung erkannten Metallabrieb. Das kostet Kraft und verbraucht Energie. Ausleitungsverfahren gibt es, sie sind jedoch aufwändig. Und die Kosten werden von den Kassen in der Regel nicht übernommen.

Das Leiden wächst – die Arroganz bleibt

Metallabrieb schädigt die Zellen. Doch unsere Gesundheit hängt ganz wesentlich von den Zellen ab. Sind sie geschwächt oder geschädigt, erhöht sich das Risiko krank zu werden. Welche Krankheit zum Ausbruch kommt, ist bei jedem Patienten unterschiedlich.

Gedächtnisprotokoll

Arzt: Sie leiden unter Chronisch Lymphatischer Leukämie (CLL)

Patient: Was ist das?

Arzt: Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist durch eine unkontrollierte Vermehrung von reif erscheinenden, aber nicht funktionstüchtigen Lymphozyten (bestimmte Art der weißen Blutkörperchen, die wichtiger Bestandteil des Immunsystems sind), in Knochenmark und Blut gekennzeichnet. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer Vermehrung dieser entarteten Zellen in Blut, Knochenmark, Lymphknoten, Milz und anderen Organen und in der Folge zu gesundheitlicher Beeinträchtigung durch die Verdrängung gesunder Organe und deren Funktionen oder Verdrängung der normalen Blutbildung im Knochenmark (Quelle).

Patient: Oh Gott!

Arzt: Das ist nicht besorgniserregend. Damit können sie noch viele Jahre leben. Wir müssen das aber regelmäßig kontrollieren.

Patient: Ich hatte eine fehlerhafte Durom-Hüftprothese, die sehr viel giftigen Chrom- und Kobaltabrieb verursacht hat. Kann der die CLL ausgelöst haben?

Arzt: Nein, auf keinen Fall! Das halte ich für ausgeschlossen.

Patient: Woher wissen sie das?

Arzt: Das weiß ich nicht, aber davon habe ich noch nie gehört.

Patient: Dass sie davon noch nie gehört haben, heißt doch nicht, dass Sie Metallabrieb als Ursache für CLL ausschließen können. oder?

Arzt: Nein, natürlich nicht.

Patient: Was wissen Sie über die Auswirkungen von Umweltgiften im Körper im Allgemeinen und von Metallabrieb im Speziellen?

Arzt: Damit habe ich mich noch nicht beschäftigt, auch nicht während meiner Ausbildung war das jemals ein Thema.

Patient: Wieso haben Sie dann einen Zusammenhang zwischen Metallabrieb und CLL kategorisch ausgeschlossen?

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